Historie

Prof. Dr. Ing. Dr. h.c. Bernd Friedrich (1999 - heute)

Die Nachfolge von Prof. Krüger trat 1999 Prof. Bernd Friedrich an. Um besonders jüngeren Menschen die Arbeiten des Instituts deutlicher zu machen bekam der Lehrstuhl die neue Bezeichnung „Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling“, wobei aber der alte Institutsname erhalten blieb.

Prof. Dr.-Ing. Joachim Krüger

Prof. Dr.-Ing. Joachim Krüger (1977 - 1998)

Nach Prof. Winterhager trat 1977 Prof. Joachim Krüger dessen Nachfolge am Institut an. Die ersten Jahre seiner Tätigkeit waren hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, enge Kontakte zur einschlägigen Industrie zu knüpfen, mit dem Ziel, sowohl Drittmittel für Doktoranden einzuwerben, als auch den Bezug zwischen Lehre bzw. Forschung und industrieller Praxis lebendig zu gestalten. Seine Bemühungen zeigten schnell Erfolge. Aus den eingeworbenen Mitteln von öffentlichen Forschungsvorhaben und Industrie sowie über Schenkungen konnten während seiner Dienstzeit sehr viele bedeutende Gerätschaften für die wissenschaftlichen Arbeiten erworben werden. Diese sind teilweise auch heute noch im Einsatz. Prof. Krüger hat in den letzten Jahren seiner Dienstzeit zudem tatkräftig zu der Restrukturierung des Studienganges Metallurgie und Werkstofftechnik mitgewirkt. Zu den Forschungsschwerpunkten zählten während seiner Dienstzeit neben der klassischen Primärmetallurgie auch zunehmend das Recycling von Rest- und Abfallstoffen mit dem Ziel der Wertstoffrückgewinnung und Verringerung bzw. Inertisierung von zu deponierenden Abfallmengen.

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Helmut Winterhager

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Helmut Winterhager (1952 - 1977)

Nach der Emeritierung von Prof. Röntgen übernahm 1952 Prof. Helmut Winterhager die Leitung des Instituts. Die Forschungstätigkeiten von Prof. Winterhager erfassten einerseits wissenschaftliche Untersuchungen der Grundlagen auf sehr verschiedenen Gebieten der NE-Metallurgie und andererseits Probleme, die sich aus Fragestellungen der damaligen Verfahren der NE-Metallgewinnungs- und verarbeitungsprozesse ergaben.

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Die Grundlagenforschung betraf bspw. die Struktur und Eigenschaften von Schlacken und die Verhüttungseigenschaften der Vorstoffe. Zusätzliches Engagement erfolgte auch im Bereich der Galvanotechnik sowie im Bereich der wässrigen Elektrolyse. Neben diesen Bereichen wurde auch ein besonderes Augenmerk auf damals sehr neue metallurgische Arbeitsgebiete geworfen.

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Zu nennen sind hierbei insbesondere die Vakuummetallurgie oder auch der Einsatz von Plasmabrennern. Prof. Winterhager lagen, ebenso wie seinem Vorgänger, die Geschicke der Hochschule sehr am Herzen. So war auch er von 1959 – 1961 deren Rektor und hat in dieser Funktion zu wichtigen strukturellen Veränderung beigetragen. Auch während der Dienstzeit von Prof. Winterhager wurden bauliche Veränderungen am Institutsgebäude vorgenommen. Anfang der 60er Jahre erfolgte der weitere Ausbau sowie die Aufstockung des Institutsgebäudes.

Prof. Dr. h.c. Paul Röntgen

Prof. Dr. h.c. Paul Röntgen (1925 - 1952)

Nach dem Tod von Prof. Borchers im Jahre 1925 übernahm Professor Paul Röntgen die Leitung des Instituts und hielt diese 27 Jahre lang inne, bis 1952. Während seiner Dienstzeit machte sich Prof. Röntgen auch um die Hochschule in Aachen verdient. Zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter des Instituts, war er von 1932 bis 1934 Rektor und von 1934 bis 1937 Prorektor der Hochschule. Nach dem 2. Weltkrieg war er der erste Nachkriegsrektor der Aachener Hochschule und investierte viel Energie in deren Wiederaufbau sowie in die Wiedereröffnung des Lehrbetriebes.

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Das Institutsgebäude selber wurde während des Krieges im April und Mai 1944 stark beschädigt, eine Weiterführung des Betriebs wurde unmöglich. Im Oktober 1945 wurde allerdings rasch mit dem Wiederaufbau begonnen, so dass bereits 1949 der Lehr- und Forschungsbetrieb, der in der Zwischenzeit in provisorisch hergestellten Räumen sowie im unbeschädigten Bergbaugebäude stattfand, im wiederhergestellten Metallhütteninstitut beginnen konnte. Die Forschungsschwerpunkte unter der Leitung von Prof. Röntgen waren die Zink- und Aluminiummetallurgie, insbesondere dabei die elektrothermischen und elektrolytischen Verfahren sowie die Aluminiumraffination.

Prof. Dr. Dr.-Ing. h.c. Wilhelm Borchers

Prof. Dr. Dr.-Ing. h.c. Wilhelm Borchers (1898 - 1925)

Im Jahr 1898 erfolgte eine erneute Teilung des 1872 geschaffenen Lehrstuhls in den „Lehrstuhl für Allgemeine Hüttenkunde, Eisenhüttenkunde und Probierkunst“, welcher weiterhin von Ernst Friedrich Dürre geleitet wurde sowie den „Lehrstuhl für Metallhüttenkunde und Lötrohrprobierkunst“, welcher als Vorgänger des heutigen IME von Professor Wilhelm Borchers bis zum Jahr 1925 geleitet wurde. Als Prof. Borchers den Lehrstuhl übernahm verfügte er nicht über eigene Laboratorien und sonstige Räumlichkeiten für seine Forschung. So wurden das erste „Versuchslaboratrium für elektrochemische und elektrometallurgische Untersuchungen“ zunächst provisorisch in zwei leeren Kellerräumen des Hauptgebäudes und des benachbarten damaligen Instituts für Metallurgie und technische Chemie eingerichtet. Auf Grund der Forschungserfolge von Prof.

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Borchers auf dem Gebiet der Umwandlung von amorphem Kohlenstoffdurch Metalle und Metalloide in Graphit wurde vom damaligen Kultusminister Naumann im Jahr 1901 der Bau eines neuen Laboratoriums an der Ecke Malteserstrasse/Klosterbongart bewilligt. Das neue Laboratorium „Institut für Metallhüttenkunde und Elektrometallurgie“ wurde 1902 eröffnet und war somit das erste ausgesprochen metallurgische Forschungsinstitut in Deutschland. Die ursprüngliche Mauerfassade ist heute noch neben dem Bergbaugebäude in der Wüllnerstraße vorhanden. 1906 errichtete die Aachener Hochschule in der Intzestrasse einen neuen Gebäudekomplex, die „Naumann Institute für das gesamte Hüttenwesen“.

Prof. Dr. phil. Ernst Friedrich Dürre

Prof. Dr. phil. Ernst Friedrich Dürre (1872 - 1898)

Der Ursprung des IME Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling liegt zugleich in den Anfangsjahren der RWTH Aachen. Mit Gründung der damals Rheinisch-Westfälischen Polytechnischen Schule 1870 wurde direkt ein Lehrstuhl für Mineralogie und Hüttenkunde geschaffen, aus dem im Jahre 1872 der "Lehrstuhl für Allgemeine und spezielle Hüttenkunde und Probierkunst" herausgelöst wurde. Geleitet wurde der Lehrstuhl von Professor Ernst Friedrich Dürre.


Letzte Aktualisierung: 25.09.2017